Psychotherapie

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Verbindung und Integration zur Entwicklung

In meinem Verständnis ist das, was Leid verursacht, ein Effekt aus der individuellen Entwicklungsgeschichte und Erfahrungswelt. Schmerzliche Erfahrungen, die nicht ausgedrückt und in Kontakt mit einem anderen Menschen gebracht – und somit nicht verarbeitet und integriert werden konnten – sind im komplexen System Körper gespeichert. Sie zeigen sich dann als Kontraktion, Spannung, Schmerz oder gehaltene Energie.

So genannte Bewältigungsmechanismen, die vor Allem im Zeitraum von Abhängigkeit (etwa als Kind) existentiell erforderlich waren, laufen automatisiert (unbewusst) weiter und brauchen Energie. Diese Kraft steht nicht zur Verfügung, um ganz das eigene Potential zu leben.

Der integrale Ansatz zur Potenzialentfaltung

In der Psychotherapie spielen, entsprechend des integralen Ansatzes, psychogene Faktoren (individuell-innen, z.B. kritische Lebensereignisse, unversorgte Bedürfnisse, innere Konflikte) ebenso eine Rolle wie gesellschaftliche Werte, Normen und Regeln (kollektiv-innen), äußere Lebensumstände (kollektiv-aussen,  z.B.  Geld-,  Bildungs-, Wohnsituation) und die Konstitution und Ausstattung des eigenen Körpers (individuell-aussen) eine wesentliche Rolle. Alle diese Faktoren stehen in ständiger Wechselwirkung zueinander.

Entsprechend berücksichtigt eine Therapie, eingebunden in ein allgemeines Therapiekonzept, den Körper, die Psyche, den ‚Geist‘ und den sozialen Kontext. Letztlich geht es mir in einer Therapie darum, die essenzielle Natur eines Menschen zu sehen und zu begreifen und den individuellen Entwicklungsprozess zu fördern. Heilung kann stattfinden durch die Integration von Schmerz, Trennung und Verlust – wenn der Raum zur Verfügung steht, seinem authentischen Potenzial näher zu kommen und den individuellen Ausdruck in der Welt zu erkennen und zu fördern.

Mein Ausbildungshintergrund: Verhaltenstherapie und Achtsamkeit

Für mich lieferte die Ausbildung in Verhaltenstherapie, und später in Supervision, wichtige Kenntnisse und Methoden für meine Arbeit im psychiatrischen und psychotherapeutischen Feld in Klinik und Praxis seit Mitte der 90er Jahre (über mich).

Besonders inspiriert durch ein dreijähriges Timeless Wisdom Training sind in meiner Arbeit Achtsamkeit und Transparenz zunehmend bedeutsam geworden. Ich lernte, mich selbst und andere “tiefer” zu sehen und zu fühlen, subtiler wahrzunehmen, und eine weitere Perspektive auf Menschen einzunehmen. Methoden der „Transparenten Kommunikation“, Präsenz und Achtsamkeit erhöhen die Resonanz im Beziehungsraum zwischen Klient/in und Therapeutin, so dass Heilung stattfinden kann.

Heilkunst bedeutet, die Tiefendimension unseres Menschseins zu verstehen. (Thomas Hübl)